Clicker und Peer Instruction – Quizshow oder effektive Lehre?

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Clicker (auch unter Bezeichnungen wie Classroom Response Systems oder Voting Machines bekannt) durchdringen seit einigen Jahren die Hörsäle weltweit. Clicker sind kleine Handsender, mit denen Studierende in Lehrveranstaltungen Fragen schnell und anonym beantworten können. In Kombination mit Peer Instruction gelten sie als die Lehrinnovation mit dem besten Nutzen-zu-Aufwand-Verhältnis. Peer Instruction wurde ursprünglich im Kontext der Physik entwickelt, um das Konzeptverständnis von Studierenden zu fördern, und hat zunächst über die MINT-Disziplinen nun in praktisch allen akademischen Disziplinen Anwender gefunden. In Deutschland wird der Einsatz von Clickern sehr häufig mit der Publikumsfrage in Quizsendungen wie „Wer wird Millionär?“ assoziiert. Faktisch hat die Didaktik des Peer Instruction sehr wenig mit solchen Publikumsfragen gemeinsam.

In diesem Workshop wird die Didaktik der Peer Instruction erarbeitet u.a. mit einer Live Demonstration einer Peer Instruction Sequenz. Wesentliches Ziel dabei ist, den didaktischen Mehrwert des Clicker-Einsatzes herauszuarbeiten und zu analysieren – bzw. die Faktoren, die den Clicker-Einsatz lohnend und wertvoll machen. Denn Clicker sind keine „didaktische Wunderwaffe“. Die Einsatzmöglichkeiten für Clicker sind zwar vielfältig, die effektiven und bewährten unter ihnen erfordern jedoch ein relativ striktes Befolgen des „Handbuchs“.